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Dolci italiani
Tiramisù della Casa
17.02.2026
Tiramisù della Casa – Italiens cremigster Klassiker, wie er sein soll
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Rezepte

Es gibt Desserts, die schmecken gut. Und es gibt Desserts, die fühlen sich an wie ein Kurzurlaub. Tiramisù gehört zur zweiten Sorte: cremig, samtig, nach kräftigem Espresso duftend, mit zartem Kakaopulver wie eine feine, dunkle Wolke darüber. Ein Löffel – und plötzlich ist man gedanklich in Italien: in einer kleinen Trattoria, irgendwo zwischen Kopfsteinpflaster, warmem Abendlicht und dem leisen Klirren von Espressotassen.

Unser Tiramisù della Casa ist genau dieser Moment. Ein Hausklassiker, der ohne Schnickschnack auskommt – aber maximal liefert:
cremige Mascarponecreme, Löffelbiskuit (Savoiardi), getränkt von intensivem Espresso, getoppt mit feinem Kakao. Mehr braucht es nicht. Und gleichzeitig ist es alles.

Was Tiramisù so besonders macht
Tiramisù ist ein italienisches Schichtdessert (dolce al cucchiaio), das von Kontrasten lebt:

  • Kaffee & Kakao: bitter, tief, aromatisch
  • Mascarponecreme: weich, süß, cremig
  • Savoiardi / Löffelbiskuit: luftig, saugfähig, zart
  • Kälte & Ruhezeit: damit sich alles verbindet und „rund“ wird

Das Geheimnis ist nicht die Komplexität, sondern das Zusammenspiel. Tiramisù ist wie Italien selbst: einfach in der Idee – perfekt in der Ausführung.

Original-inspiriertes Rezept: Tiramisù della Casa

Zutaten (für ca. 6 Portionen)

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Für die Mascarponecreme:

  • 500 g Mascarpone
  • 4 frische Eier (getrennt)
  • 100–120 g Zucker (je nach gewünschter Süße)
  • 1 Prise Salz

Für die Schichten:

  • ca. 250–300 g Löffelbiskuit (Savoiardi)
  • 300–350 ml kräftiger Espresso (abgekühlt)
  • 2–3 EL Kakaopulver, ungesüßt (zum Bestäuben)

Optional (klassisch möglich, aber kein Muss):

  • 1–2 EL Marsala, Amaretto oder ein milder Kaffeelikör im Espresso

Hinweis für zu Hause: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm pasteurisierte Eier. Geschmack und Textur bleiben großartig – mit extra Ruhe im Kopf.

 

Zubereitung: so wird Tiramisù richtig cremig und stabil

  1. Espresso kochen – und abkühlen lassen
    Mach einen kräftigen Espresso. Wichtig: Er muss abkühlen, sonst weichen die Biskuits zu schnell durch und die Schichtung wird matschig. Der Espresso soll aromatisch sein, aber nicht heiß.
  2. Mascarponecreme – luftig, aber nicht „schwer“
    Eigelb mit Zucker hell und cremig aufschlagen, bis die Masse sichtbar dicker wird.
    Mascarpone kurz (!) einrühren, nur so lange, bis es glatt ist. Nicht übermixen – Mascarpone mag es sanft.
    Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
    Eischnee vorsichtig unterheben – damit wird die Creme leicht, luftig und trotzdem stabil.
    Das Ergebnis: eine Mascarponecreme, die nicht davonläuft, sondern wie ein seidiger, italienischer Traum auf dem Löffel steht.

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  3. Biskuit tauchen – kurz, schnell, perfekt
    Die Löffelbiskuits werden nur ganz kurz in den Espresso getaucht.
    Faustregel: 1 Sekunde pro Seite – maximal.
    Sie sollen Espresso aufnehmen, aber innen noch Struktur behalten.

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  4. Schichten – wie in einer italienischen Pasticceria
    Erste Lage getränkter Biskuits in die Form
    Eine großzügige Schicht Mascarponecreme darüber
    Zweite Lage Biskuits
    Abschluss mit Mascarponecreme – glatt streichen oder mit Spritzbeutel fein dekorieren

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  5. Ruhezeit – der unsichtbare Zauber
    Mindestens 6 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank.
    Hier passiert das, was Tiramisù unvergesslich macht: Die Aromen verbinden sich, die Creme wird kompakter, der Espresso wird Teil des Desserts.
  6. Kakao erst ganz am Ende
    Kurz vor dem Servieren mit ungesüßtem Kakaopulver bestäuben.
    So bleibt der Kakao trocken, fein und aromatisch – nicht fleckig oder feucht.

Damit Tiramisù wirklich so schmeckt wie in Italien, kommt es auf ein paar Details an, die den Unterschied zwischen „gut“ und „unvergesslich“ machen. Der Kaffee ist dabei der Taktgeber: Je besser und kräftiger der Espresso, desto edler wirkt am Ende das gesamte Dessert – denn genau dieses Aroma trägt jede Schicht. Ebenso wichtig ist die Balance: Tiramisù darf nicht zu süß sein, weil es gerade vom Spiel aus Bitterkeit und Süße lebt. Espresso und Kakao bringen Tiefe, die Creme bringt Sanftheit – zusammen entsteht diese typische italienische Harmonie. Auch beim Löffelbiskuit entscheidet die Technik: Er sollte Espresso aufnehmen, aber nicht darin ertrinken. Ein kurzes Tauchen reicht völlig, denn die perfekte Konsistenz entsteht erst später. Und damit sind wir beim letzten, vielleicht wichtigsten Punkt: Kälte und Zeit. Tiramisù ist ein Dessert, das Geduld belohnt – erst durch das ruhige Durchziehen im Kühlschrank verbinden sich die Aromen zu diesem runden, cremigen Gesamterlebnis.

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Bei Oh!lio steht Tiramisù deshalb nicht einfach nur „auf der Karte“. Es ist ein Versprechen: ein Dessert, das nach Italien schmeckt – und nach diesem einen Moment, in dem man kurz alles vergisst. Unser Fokus ist klar: eine cremige Mascarponecreme, die samtig bleibt, Löffelbiskuit, der den Espresso trägt, ohne zu zerfallen, kräftiger Espresso für Tiefe und Charakter und feines Kakaopulver als bitteres Finale. Genau so muss Tiramisù sein: klassisch, elegant und tröstlich – und trotzdem leicht genug, dass man nach dem letzten Löffel sofort denkt: „Noch einen.“

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Ein Beitrag von
Marcel P. Schmitt
Content Team