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Einfach lecker
Original italienische Tomatensauce
24.02.2026
Tomatensauce – so machen wir sie im Oh!lio
Italien
Italien genießen
Restaurant
Rezepte

Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die am meisten nach Zuhause schmecken. Eine echte italienische Tomatensauce gehört genau dazu: wenige Zutaten, ein ruhiger Topf auf dem Herd – und am Ende dieses Aroma, das sofort nach Italien riecht. Im Oh!lio ist diese Sauce nicht nur „Basis“, sondern Herzstück. Sie steckt in unseren Pasta-Gerichten, trägt unsere Pizza und zeigt, worum es bei italienischer Küche wirklich geht: Qualität, Handwerk und Zeit. 

Heute nehmen wir dich gedanklich mit an unseren Herd – und du kannst das Rezept genauso bei dir zuhause nachkochen.

Für eine original italienische Tomatensauce brauchst du nicht viel:

  • San-Marzano-Tomaten (geschält im eigenen Saft),
  • Gemüsezwiebeln,
  • frischer Basilikum,
  • Olivenöl,
  • Salz und Pfeffer.

Mehr nicht. 

Und genau deshalb zählt jedes Detail ein bisschen mehr: ein gutes Olivenöl, ordentliche Tomaten – und ein paar Handgriffe, die den Unterschied zwischen „ganz okay“ und „wow“ machen.

 
Schritt 1: Zwiebeln schneiden – und zwar entspannt

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Als erstes schneidest du die Gemüsezwiebeln klein. Das klingt banal, aber hier beginnt schon das „Küchengefühl“. Ein kleiner Trick aus der Praxis: Mit einem richtig scharfen Messer tritt weniger Zwiebelsaft aus – und du musst meistens deutlich weniger weinen. Das ist kein Mythos, sondern einfach Logik: weniger gequetschte Zellen, weniger Reizstoffe in der Luft.

Typischer Fehler an dieser Stelle: Viele hacken die Zwiebel zu grob oder „quetschen“ sie eher, weil das Messer stumpf ist. Dann wird sie später im Topf ungleichmäßig weich und kann schneller ansetzen. Also: lieber sauber schneiden, ruhig bleiben, und wenn’s geht – Messer schärfen.

 
Schritt 2: Tomaten passieren – für eine Sauce, die samtig wirkt

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Jetzt kommen die Tomaten. Im Oh!lio passieren wir die bereits geschälten San-Marzano-Tomaten im eigenen Saft – am besten funktioniert das mit einem Passiergerät, oft „Flotte Lotte“ genannt. Dadurch wird die Sauce fein, ohne künstlich zu wirken: keine harten Stücke, keine „Mixer-Glätte“, sondern genau diese klassische, runde Textur, die du von richtig guter italienischer Sauce kennst.

Der häufigste Fehler hier: Viele pürieren die Tomaten einfach komplett mit dem Mixer. Das geht zwar schnell, kann aber die Sauce geschmacklich „flach“ wirken lassen und manchmal sogar leicht bitter machen, weil Kerne und Schalen stärker zerkleinert werden. Passieren ist die ruhigere, bessere Lösung – und bringt genau dieses elegante Mundgefühl.

 
Schritt 3: Zwiebeln in ordentlich Olivenöl glasig dünsten – ohne Farbe

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Jetzt wird’s ernst: Du gibst ordentlich Olivenöl in einen Topf und lässt die Zwiebeln bei mittlerer Hitze glasig dünsten. „Glasig“ ist hier das Zauberwort. Sie sollen weich werden, duften und süßlich wirken – aber nicht braun werden.

Denn genau da passiert der Fehler, der später alles kaputt macht: Wenn die Zwiebeln zu dunkel werden, wird die Sauce bitter. Das lässt sich später kaum noch „retten“, egal wie viele Tomaten du reinkippst. Also lieber sanfter arbeiten: Hitze kontrollieren, ab und zu rühren, und im Zweifel einen Moment vom Herd ziehen.

 
Schritt 4: Passierte Tomaten dazugeben – und dann kommt das Wichtigste: Zeit

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Sobald die Zwiebeln schön glasig sind, gibst du die passierten Tomaten dazu. Lass alles einmal aufkochen, und dann stellst du die Hitze runter. Ab jetzt gilt: mindestens eine Stunde köcheln lassen, besser länger. Je mehr Zeit du der Sauce gibst, desto tiefer wird das Aroma. Tomatensauce ist ein Geduldsspiel – aber eins, das sich immer auszahlt.

Und hier liegen gleich zwei typische Stolperfallen: Erstens kochen viele die Sauce zu heiß, weil sie „schnell fertig“ werden soll. Dann schmeckt sie oft aggressiver, weniger rund – und sie reduziert nicht schön, sondern wird unruhig. Zweitens ist die Hitze dann so hoch, dass die Sauce leicht am Topfboden ansetzt. Und wenn Tomatensauce anbrennt, schmeckt man das sofort.

Die beste Einstellung ist deshalb eine, bei der es nur leise blubbert. So entwickelt sich Geschmack, ohne Stress. Und ja: zwischendurch umrühren, besonders am Boden – damit wirklich nichts ansetzt.

 
Schritt 5: Basilikum so spät wie möglich – und Salz wirklich erst zum Schluss

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Wenn die Sauce ihre Stunde (oder länger) gehabt hat, kommt der Basilikum. Und zwar so spät wie möglich. Basilikum ist empfindlich: Wenn du ihn zu früh reinwirfst, „verkocht“ sein Duft, und aus frischer Kräuternote wird schnell etwas, das nur noch grün und flach wirkt. Wie viel Basilikum? Genau so, wie du ihn liebst – manche mögen es dezent, andere wollen das volle Kräuteraroma.

Jetzt wird abgeschmeckt: Pfeffer dazu, und dann der wichtigste Punkt, der in vielen Küchen falsch gemacht wird: Salz kommt erst zum Schluss. WICHTIG. Wenn du zu früh salzt, verändert das die Wahrnehmung der Sauce, bevor sie überhaupt fertig reduziert ist – und am Ende ist sie oft zu salzig oder wirkt „hart“. Am Schluss salzen heißt: du triffst die Balance präzise.

Wenn du die Sauce für Pizza machen möchtest, kannst du am Ende zusätzlich ein bisschen Oregano ergänzen. Das gibt diesen typischen Pizza-Ton – ohne die Sauce zu überladen.

 
Der Oh!lio-Moment: Qualität, die man schmeckt

Was an dieser Sauce so begeistert, ist nicht nur der Geschmack, sondern das Prinzip dahinter: ehrliche Zutaten und sauberes Handwerk. Genau das ist auch der Kern von Oh!lio. Bei uns soll man sehen und schmecken, wie gekocht wird – mit Liebe zum Detail, ohne Abkürzungen, mit echter italienischer Seele. Und das erlebst du bei uns nicht nur auf dem Teller, sondern auch durch die Atmosphäre und den Blick in die Küche, mitten im Restaurant. 

Wenn du also Lust hast, diese Tomatensauce nicht nur nachzukochen, sondern sie genau dort zu probieren, wo sie täglich mit der gleichen Ruhe entsteht: Komm vorbei ins Oh!lio am historischen Marktplatz in Homburg. Reservieren geht ganz unkompliziert online oder telefonisch. 

Buon appetito – und viel Freude beim Kochen!

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Ein Beitrag von
Marcel P. Schmitt
Content Team